NecroSlaughter - Pussy Overdose

Der Name sagt eigentlich alles aus – und doch eben nur die Hälfte! VAGINAL CADAVER sind zwar genau das, wofür man sie hält, eine Zwei-Mann-Porngrind-Band, heben sich aber doch etwas aus dem kack-braunen Sumpf aus Vaginalsekret der breiten Masse ab! Zum einen liegt das am doch recht brauchbaren Sound, der für eine Demo-EP tausendmal besser ausgefallen ist, als z.B. auf dem Label-Release von Anonima Sequestri. Und das Duo verzichtet scheinbar auf Drum-Computer – oder haben einen verdammt guten! – und Harmonizer. Stattdessen verwendet Sänger Max das angesagte Bree-Bree und kann damit an manchen Stellen schon mal etwas nerven. Glücklicherweise gibt es etwas Abwechslung in ein paar dezenten Schreien.
Obligatorische Stöhnereien fehlen zwar auf “Pussy Overdose” nicht und penetrieren das Intro und machen einen Doubledecker um “Girls Of Porn“, sind für das Genre aber dennoch vergleichsweise selten zu hören! “Girls Of Porn” macht insgesamt einen sehr netten Eindruck mit coolem Midtempo-Part und groovigem Uptempo. Insgesamt ist der Song aber doch etwas zu monoton. Netter ist da das schnelle und kurze “Porns, Beer and Grindcore” und die beiden letzten Songs sind für Porngrind richtig gut! Hier findet man dicke Doublebass und in “Sperm Me A River” sogar ein paar Blastbeats, die im Wechsel mit dem Midtempo-Passagen für gelungene Abwechslung sorgen.

So bietet “Pussy Overdose” doch eine mehr als gelungene Abwechslung in dem Genre, ohne komplett auf die Trademarks zu verzichten; gerade die etwas atypischeren Elemente machen die MP3-EP so sympathisch.
Zugegeben: Auf Dauer ist es doch nicht so packend wie CBT oder Spasm. Aber so für mal zwischendurch darf man gerne ein Ohr riskieren, darum freundliche 4 Punkte an VAGINAL CADAVER!

 

by NecroSlaughter

 

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